Heute: Tag gegen Genitalverstümmelung

Mit dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung, der jedes Jahr am 6. Februar begangen wird, soll auf die schweren Menschenrechtsverletzungen durch die kulturell verankerte Beschneidung weiblicher Genitialien aufmerksam gemacht werden. Der Aktionstag wurde NoFGM2004 von der First Lady von Nigeria, Stella Obasanjo, ausgerufen. Anschließend erklärte ihn die UN-Menschenrechtskommission zum internationalen Gedenktag.

Hauptverbreitungsgebiete der grausamen Praktiken sind das westliche und nordöstliche Afrika sowie der Jemen, der Irak, Indonesien und Malaysia. Durch Auswanderung/Flucht wächst allerdings seit den 1970er Jahren in Europa die Zahl beschnittener Frauen und Mädchen aus Herkunftsgebieten mit Beschneidungsritualen. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes schätzte schon 2005, dass in Deutschland mindestens 18.000 Frauen bereits betroffen und weitere 5.000 bis 6.000 Mädchen gefährdet sind.

Die Praxis ist weltweit in vielen Staaten – unter anderem allen Staaten der Europäischen Union – strafbar.

(Quelle und weitere Informationen: Wikipedia)

Literatur zum Thema in der Bücherei Marienheide:

  • Nura Abdi: Tränen im Sand
  • Waris Dirie: Wüstenblume

Im Buchhandel u. a. erhältlich:

  • Terre des Femmes (Hrsg.): Schnitt in die Seele. Weibliche Genitalverstümmelung – eine fundamentale Menschenrechtsverletzung
  • Fana Asefaw: Weibliche Genitalbeschneidung: Hintergründe, gesundheitliche Folgen und nachhaltige Prävention
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